Tour-Blog: Marbach

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und auch wir dachten uns, dass wir uns dringend nochmals in 2015 präsentieren müssen. Deshalb haben wir den Jahresabschluss erneut auf die Beine gestellt nur dieses Mal eben etwas größer.

Neben den diversen Vorausplanungen und der Vororganisation ging es am besagten Samstag um 9 Uhr am Proberaum los. Alles wurde zügig verladen und nach Marbach gefahren. Zwar ist Marbach nur eine Ortschaft weiter, dennoch nimmt es dann doch mehr Zeit in Anspruch, wie man denkt. Während Paddy und Steffen noch einkaufen gegangen sind, wurde die Halle hergerichtet: Tische aufgebaut, der Waldpogo-Banner aufgehängt, Plakate geklebt, die Bar aufgebaut, ein Raucherbereich abgesteckt usw. Als auch der Backstage dann hergerichtet war, wurde es draußen laut. Denn die Herrschaften von Blackout standen mit einem komplett vollgeladenen LKW vor der Tür. Wir dachten da ja schon, dass das total übertrieben ist, aber als das nach gefühlten zwei Stunden endlich mal alles ausgeladen war, stand fest, es war noch viel mehr.

Währenddessen trudelten bereits ENORM ein, deren Fahrt von Berlin in den Schwarzwald so gut verlaufen ist, dass sie es sich tatsächlich noch ein paar Stündchen auf dem Hotelbalkon gemütlich machen konnten. Danach kam der Saubaazi mit seinem ganzen Equipment und The Pinstripes. Unser Freund Matthias, der schon zum Waldpogo eine „Festival-Torte“ gebacken hat, brachte dieses Mal gleich drei Lebkuchentorten mit je einem Bandlogo der Bands mit. Zusätzlich noch Schokolinsen für alle. Matthias, Teufelskerl! Vielen Dank auch nochmal ganz recht herzlichen von den anderen Bands!

Nach dem Soundcheck wurde es dann doch etwas eng, aber wir konnten pünktlich um 19 Uhr die schon zahlreich wartenden Damen und Herren rein lassen. Saubaazi versorgte alle mit ordentlich Einheizmusik bevor The Pinstripes dann die Bühne enterten. Schon nach den ersten Songs war klar, das ist was richtig Geiles! Standschlagzeug, Kontrabass und Gitarre. Krasse Show! Das war mal wieder was ganz anderes, aber es hat allen sehr gefallen. So muss das sein!

Doch so schnell wie es angefangen hat, war die Stunde auch schon wieder vorbei und ENORM betraten die Bühne und versorgten die Marbacher Turnhalle mit einer ordentlichen Ladung Berliner Deutschrock. Natürlich gefallen uns als denjenigen, die die Bands aussuchen und buchen, diese Bands natürlich selbst auch, sonst würde man sie nicht buchen, aber das war schon eine Extraklasse! Eine im Prinzip perfekte Show. Das war Champions League!

Deshalb war diese Stunde natürlich auch sofort um und ein großer Vorhang hat die komplette Bühne verdeckt. Dahinter haben wir für unseren Auftritt umgebaut. Kurze Zeit später ertönte ein komplett nagelneues Intro und mit einem lauten Knall fiel der Vorhang und die Show begann. Schnell bildete sich ein großer Moshpit und die Songs wurden lauthals mitgesungen.

Zum Ende des Sets gab es dann noch einen Part, wo sich die Band herzlich bei allen bedankte, die sie im letzten Jahr begleitet haben und natürlich auch beim Tischtennisverein, der das ganze mit uns veranstaltet hat. Für den Rudi als Hauptverantwortlichen gab es eine gute Flasche Willi. Nach der Zugabe war es dann auch vorbei und der Saubaazi war wieder am Werk und knallte noch bis 3 Uhr ordentlich was durch die Halle.

Parallel dazu lief natürlich der Abbau und der Blackout-LKW wurde beladen. Das ging natürlich wieder eine gefühlte Ewigkeit nach einem so langen Tag und bis dann letztendlich alle im Bett waren, war es 6 Uhr morgens. Doch der Schlaf sollte nicht lange gehen, denn bei den meisten ging um halb 10 wieder der Wecker zum Abbau um zehn.

In und um der Halle sah es natürlich entsprechend aus und irgendwie wusste man gar nicht, wo man anfangen soll. Doch alle haben gut zusammengearbeitet und so konnte gegen 16 Uhr die Halle endgültig verlassen werden.

Wir bedanken uns bei allen Besuchern für diesen rundum gelungenen Jahresabschluss und natürlich bei allen Helfern, Bands und Unterstützern. Ohne Euch könnten wir sowas gar nicht veranstalten! VIELEN DANK und bis nächstes Jahr!

Eure 5 Prolls.

Tour-Blog: 22 Jahre KrawallBrüder

Freitagmorgen 8.00 Uhr Proberaum Villingen. Pünktlich wie die Kirchenuhr sind wir angetanzt… rechnet man die obligatorische Viertelstunde dazu. Denn wir hatten uns alle Freigenommen. Ausser Fino dieser faule Student xD. Schließlich hatten wir einiges vor. 22 Jahre Krawallbrüder im fränkischen Lichtenfels stand auf dem Zettel. Für uns eine neue Stadt auf der Gig-Karte, ein weiteres Festival und viele neue Leute. Also nichts wie ran ans Einladen und ab zur Tanke umme Ecke.

Mit einem Schinken-Käse-Croissant zwischen den Kiefern und einem vollen Tank ging es um kurz nach 9:00 mit 2 Autos ab auf die Autobahn. Freitags ist ja immer ein bisschen mehr los. Also hat man vorausschauenderweise die erste Pinkelpause bereits vor dem Kreuz Stuttgart eingelegt. Lag mitunter wahrscheinlich am Konsum koffeinhaltiger Biermischgetränke :-p


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Doch im Großen und Ganzen ging die Fahrt trotz mehrerer Staus und zähfließendem Verkehr ziemlich zügig voran. Gute viereinhalb Stunden Fahrzeit waren für diesen morgen völlig in Ordnung. Grund für die frühe Abfahrt war natürlich unsere frühe Spielzeit. Aber kulinarische Gaumenfreuden bei einer bekannten Fastfood-Kette waren allemal noch mit drin. Ankunft Stadthalle Lichtenfels 14:30 check. Da es – salopp gesagt – „scheißekalt“ war, wurde sofort ausgeladen. Denn später hätte ja sicher keiner Bock drauf gehabt. Gut soviel Zeit blieb ja auch nicht mehr. Aber natürlich genug, um ein paar alte Bekannte zu begrüßen und das „erste“ Bierchen zu genießen. Während auf der Bühne noch Licht- und Soundchecks gemacht wurden, bauten wir gemütlich unseren Merch-Stand auf.

Leider waren alle unsere Crew-Mitglieder verhindert, sodass wir Bandmitglieder den Stand alleine schmeißen mussten. Was aber auch nicht tragisch ist, denn wir verbringen unsere Zeit ja auch gerne dort. Schließlich lernt man dort immer interessante Leute kennen. Die Türöffnung war etwas später als geplant, was sich für den Opener Asphalt insofern anhand einer überschaubaren Besucherzahl zeigte. Überraschend schnell waren wir dann an der Reihe. Wie jetzt gehts schon los? Wir sind doch grad erst im Warmtrink-Modus. Nichts wie weg vom Stand und rauf auf die Bühne. Übrigens vielen Dank an die Crew-Damen von Asphalt, die solange aufgepasst haben. Beim Aufbau bemerkte man doch schnell, dass die ein oder andere helfende Hand einfach mal nicht da war. Nichtsdestotrotz hatten wir gewohnt schnell aufgebaut.

Auf die Sekunde genau legten wir also los und unser Pussy Intro lief vom Band. Die Zuschauerzahl hatte sich schön deutlich erhöht, jedoch war klar zu sehen, dass die Busse aus allen Ecken Deutschlands noch nicht eingetroffen waren. Immerhin war es gerademal Freitag um 16:40 Uhr. Ungehemmt davon gröhlten die Anwesenden ab dem ersten Song unsere Texte mit. Trotz milder Temperaturen in der Halle kamen wir ganz schön ins schwitzen. Kann halt auch anstrengend sein auf der Bühne Spaß zu haben. Und den hatten wir reichlich. Pausen gönnten wir uns keine. Jedenfalls kaum über 5 Sekunden. Denn wir hatten nur 35 Minuten Spielzeit, die viel zu schnell vorübergingen.

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Zufrieden räumten wir das Feld für Platzverweis und schäkerten ziemlich verschwitzt hinter der Bühne mit anderen Bands. Ach war das familiär, obwohl wir garnicht so viele kannten. Mit Hardsell, Soifass und Discipline ging es sehr Oi-lastig weiter. Gerade letztere haben richtig heftig gerockt und sorgten für ordentlich Feez in der mittlerweile gut gefüllten Halle . Die Holländer haben aber auch mächtig Wumms aufs Parkett gezimmert. Währenddessen waren wir ordentlich damit beschäftigt unseren gutbesuchten Merch-Stand umzutreiben. Man kann sagen was man will, aber Oi-Fans legen doch noch richtig Wert darauf Platten im Schrank zu haben. Deshalb verkauften wir an diesem Abend für unsere Verhältnisse überdurchschnittlich viele CDs.

Auch unsere Lose waren wieder einmal sehr beliebt, obwohl wir beinahe vergessen hätten diese auszulegen, hätten uns zwei junge Herren danach gefragt. „Hey habt ihr wieder Lose da… wie bei der GOND?!“ Na klar haben wir die. Und wir hauen auch gerne Gewinne raus. Neben shirts, CDs, Buttons und Aufklebern verlosen wir auch z.B. gespielte Plecs oder Drumsticks raus. Ziemlich früh war zu erkennen, dass hier mächtig getrunken wird. Gerade unsere Nicht-Fahrer zogen anständig mit dem Publikum mit. Ganz so hart wie mancheiner, der vor 20:00 Uhr schon haltsuchend durch die Halle stolperten, haben es unsere Jungs dann aber doch nicht getrieben.

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Nach der ersten zwei Stunden Show der Krawallos mit Songs aus den ersten 11 Bandjahren packten wir so langsam unser Zeug zusammen, denn aufgrund einiger Termine am Samstag haben wir schon früher im Laufe der Woche bechlossen nachts noch nach Hause zu düsen. Während Saints&Sinners aus Tschechien gerade ihre letzten Töne anstimmten beluden wir die Autos bis unters Dach und machten uns um 00:30 Uhr auf die Autobahn in Richtung Südwesten. Das sollte noch ein hartes Stück werden bis man nach Hause kommt. Einige Expresso to go und mehrere Wachhalte-Stops später, in denen man immer wieder feststellen musste wie arschkalt es doch draußen ist, musste man sich auch noch über eine sehr großzügige Umleitungsroute um den Schönbuchtunnel ärgern. Was sich aber legte, als man um 5:00 Uhr morgens die Heiligen Hallen der Thekenproleten erreichte. Der große Vorteil war, dass fast alle Parkplätze und vor allem die Laderampen frei waren. 10 Minuten ausladen und ab nach Hause. BETT und gut!!!

Unser Dank geht an die Krawallbrüder für die Einladung. Dieses Jahr haben wir doch einige Male die Bühne geteilt. Ebenso an die bärtigen Männer von Blackout Entertainment die wieder einmal „ganz passabel“ für Licht und Ton gesorgt haben. Macht weiter so. Wir sehen euch beim Jahresabschluss am 19.12. Vor allem aber möchten wir uns bei den Festivalbesuchern bedanken, ohne die wir uns das Musikmachen an den Hut heften könnten. Danke dass ihr uns mit Gesang, Gegröhle und Tanz anfeuert und uns am Merch-Stand unterhaltet. Hoffentlich sieht man sich wieder!

Bis zum nächsten Mal!
Prost… Eure Prolls

Setlist:

Pussy Intro
Thekenproleten
Zeiten kommen Zeiten gehen
Baggerfahrer Erika
Trinken fetzt
Wir drehen durch
Griechischer Wein
Wir sind wir
Des kleinen Mannes Sonnenschein

Tour-Blog: Feuer & Eis 2015

Zum siebten Mal waren wir nun schon Teil beim Feuer & Eis Festival. Doch dieses Jahr stand alles unter einem neuen Stern. Nachdem der Versuch das ganze als mehrtägiges Open Air aufzuziehen durch die Bestätigung der Band Frei.Wild und der direkten Nähe zu einem Flüchtlingsheim in einem medialen Shitstorm endete, blieb dem bisherigen Veranstalter nichts anderes übrig als die Veranstaltung abzusagen. Gerne hätten wir gewusst wie dieses Event in Vollendung ausgesehen hätte. Schließlich waren wir auch gebucht. Hätte, wäre, wenn… Die Veranstaltung wurde übernommen und fand wie schon in vergangenen Jahren in der Live Factory Adelsheim statt.

Für uns begann der Tag um 11Uhr im Proberaum. Noch schnell ca. 100 shirts verpackt, 2-3 Songs eingestimmt und die ein oder andere Kippe gepafft. Es lief alles schön gemütlich, da Adelsheim ein bekanntes Pflaster ist. Mindestens 10 mal stand man hier schon auf den Brettern. Gegen 14Uhr war Abfahrt und trotz kurzer Rast in einer weltweit bekannten Fast Food Kette wurden die 200km in knapp mehr als 2 Stunden gerissen. Läuft!

Kaum angekommen wurden wir auch schon vom lieben Pälzer, den ihr vielleicht auch vom Merchandise Stand der Krawallbrüder kennt, mit Stinkbomben begrüßt. Man fühlte sich gleich wieder heimelig in der Live Factory. Jedoch im Lastenaufzug war der Geruch nicht ganz so angenehm. Mal sehen ob wir zu 22 Jahre KB wieder Pups-Spray im Gepäck haben…

Wie gewohnt stand unser Merch-Stand fast so schnell wie ein Wurfzelt und es blieb genug Zeit sich das ein oder andere Bierchen zu gönnen. Währendessen füllte sich bereits die Halle. Während die Opener Band Zorn Winkler anheizte, konnten wir unter den Besuchern einige bekannte Gesichter ausmachen und einen Klaps auf den Po geben. Dieser Ohrwurm saß uns nämlich den ganzen Tag im Schädel fest.

Dann hieß es Stagetime für unsere Split-Partner von Feuernacht, die kurzfristig auf unsere Empfehlung hin als Ersatz für Martens Army angeheuert worden sind. Hat sich in diesem Fall für Band, Veranstalter und Publikum gelohnt, denn alle kamen auf Ihre Kosten. Sah schon ganz gut aus wie sich die Reihen gefüllt hatten. Besonders wemn man bedenkt, dass viele weiterhin dachten, dass das Festival abgesagt wurde. NEIN, denn es war eine neue Veranstaltung unter bekanntem Namen.

Vor gut gefüllter Halle traten wir nun auf die Bühne. Doch zu unserer Verwunderung lief während unseres Aufbaus die Bühnenuhr schon runter, da aufgrund vorheriger Verzögerungen die Spielzeiten wieder aufgeholt werden sollten. Na toll… gleiches Spiel wie drei Jahre zuvor. Wie hielten uns nicht lange damit auf, sondern wollten winfach nur rocken. Und das haben wir auch! Was man anhand der Reaktion und den anschließenden Feedbacks des Publikums deutlich entnehmen konnte. Wenn die nur halb soviel Laune hatten wie wir, dann wir wir alles richtig gemacht. Leider wurde der geile Auftritt durch ein überraschend abruptes Ende leicht getrübt. Obwohl wir theoretisch eigentlich noch 7-8 Minuten Spielzeit gehabt hätten, sprangen sofort mehrere Mitglieder von Band und Crew der Wilden Jungs auf die Bühne. Somit fiel unsere Zugabe aus. Das kann mann jetzt professionell oder unkollegial nennen, aber beim Abbau sollte man sein Equipment doch bitte nicht so in den Weg stellen, dass man kaum noch runterkommt.

Nichtsdestotrotz waren wir begeistert und haben uns nach dem Verstauen unserer Instrumente das rege Treiben am Merch-Stand genossen bevor wir uns Backstage ein herrliches Schnitzel, ein paar kühle Biere und den ein oder anderen Jacky-Cola schmecken ließen. Ach du schönes Musikerleben.

Nun war es Zeit für den Headliner des Abends. Die Krawallbrüder spielten den gefühlt hundertsten Gig in diesem Jahr. Wahnsinn wie die dieses Jahr rumgekommen sind. Die Show war gewohnt brachial und mit feinster Pyro gespickt. Da steigt doch schon die Vorfreude auf das nächste Zusammentreffen am 27.11. in Lichtenfels bei 22 Jahre KB.

Während Grober Knüppel das Rohr auspackten und allen Hühnerfickern zeigten wie man das Brett ordentlich fickt, begannen wir langsam unseren Stand abzubauen. Als sich die Jungs von Stainless Steel gerade ans aufbauen machten, verabschiedeten wir uns bereits mit einem Klaps auf den Po bei unseren Freunden und ritten nach Hause in den wunderschönen Schwarzwald. Nachdem innerhalb kürzester Zeit alles wieder im Proberaum abgeladen war, hieß es nichts wie ab nach Hause, wo man sich getrost um 4 Uhr ins Bett fallen lassen konnte.

Ein wiederum erfolgreicher Festivaltag ging somit zu Ende. Wir freuen uns auf die ausstehenden Gigs in diesem Jahr und sind vor allem auf unseren Jahresabschluss gespannt, der allem die Krone aufsetzen soll. Merkt euch schonmal den 19.12. Dann geht die Luzie nämlich richtig ab! Mit Enrom aus Berlin und The Pinstripes – Kick Ass Rockabilly haben wir zwei ordentliche Bands am Start bevor mit wir unserer 2 Stunden Set und mehreren Highlights aus dem Jahr 2015 verabschieden möchten.

Abschließend ist zu erwähnen, dass wir immer gerne nach Adelsheim kommen. Und das aus gutem Grund. Back to the roots hat hier einfach funktioniert und wir würden uns freuen, wenn das Feuer & Eis Festival wieder zu seinem alten Stellenwert zurückfinden kann. Der Grundstein wurde an diesem Abend eindeutig gelegt und wir hoffen nicht das letzte Mal dabei gewesen zu sein.

Setlist:
Pussy Intro
Thekenproleten
Zeiten kommen Zeiten gehen
Baggerfahrer Erika
Alea iacta est
Arschloch
Mein Mitleid für Dich
Gequälte Seele
Trinken fetzt
Griechischer Wein
Wir sind wir
Wir drehen durch
Des kleinen Mannes Sonnenschein

Tour-Blog: Explizit gegen Krebs

Samstag 19.09.2015: der Versanstaltungskalender schreibt Explizit gegen Krebs in Ketsch bei Mannheim. Vorneweg muss man hier schon mal erwähnen, dass die ganze Aktion eine mehr als feine Sache ist! Bereits zum 5. (!!!) Mal richten die Jungs von Explizit diese Benefizveranstaltung aus. Dafür gebührt ihnen allerhöchster Respekt. Jeder der selbst schonmal einen Konzertabend oder gar ein kleineres afestival mit mehreren Bands organisiert hat, weiß welcher Aufwand dahinter steckt. Die Einnahmen gehen an eine Einrichtung namens Waldpiraten. Dies ist ein Camp der Kinderkrebshilfe das durch Bewegung und Gruppenaktivitäten nicht nur die Genesung der kleinen krebsleidenden fördert, sondern vor allem als Austausch dienen soll um die Stärken der Kinder wieder hervorzurufen damit sie aus der Passivität und Verzweiflung herausfinden, die sie in ihrem jungen Leben schon erfahren mussten. Eine absolut unterstützenswerte Aktion! Weitere Infos findet ihr unter http://www.waldpiraten.de/de/waldpiraten-camp.html

Nachdem wir selbst bereits ein Benefizkonzert zugunsten krebskranker Kinder versanstaltet hatten, war es für uns keine Frage zuzusagen. Dementsprechend motiviert hatten wir auch geprobt. Allein diese Woche trafen wir uns dreimal um sicherzugehen, dass zumindest der des Abends, den wir gestalten, ein voller Erfolg wird.

Treffpunkt am Proberaum war um 10.00 Uhr morgens. Wie üblich wurde eingeladen, geraucht, gequatscht und die beiden Autos betankt. Da der Bandeinlass auf 14.00 Uhr angesetzt war, verlief das ganze sehr gemütlich. Da Bastis Gürtel beim Einladen gerissen ist durften wir sogar noch kurz shoppen gehen. Wie ihr vielleicht bemerkt habt, hat er in den letzten Monaten beachtlich abgenommen. Nur durch einen neuen Gürtel konnte man sichergehen, dass ihm die mittlerweile zu großen Hosen nicht runterrutschen. Mit mäßigem Erfolg, was die Mitglieder anderer Bands im Backstage später bezeugen konnten. Das ist nämlich einer unserer kleinen Running Gags :-) „Hey warum habt ihr denn Hosen an!?“.

Naja zurück zur Fahrt. Da sich widererwarten das Verkehrsaufkommen am Samstag Vormittag in Grenzen hielt und ein zügiges Vorankommen ermöglichte, erwägte man unterwegs sich aj einer Raststätte mit einem Fleischsandwich bei einer bekannten Kette zu stärken. Wenig verwunderlich war, wen wir ohne vorherige Absprache in Schlange vor der Kasse trafen. Näturlich die andere Hälfte der Thekenprolls. Hurtig gings weiter und man war pünktlich vor Ort. Als erstes traf man die Leute von Blackout Entertainment, die auch an diesem Tag für Licht und Ton zuständig. Gewohnt herzlich undreundlich nahm man sich in dem Arm und beschimpfte sich… wie sich das nunmal gehört… ihr Fø!$3n!

Weiter gings mit dem Aufbau des Merch-Standes und, da unser Jahresabschluss am 19.12.15 auch anständig beworben werden will, mit dem Aufhängen unserer Plakate und Flyer. Zum Schluss noch die Instrumente honter die Bühne gebracht und schon konnte man sich mit den anwesenden Bands austauschen. Man muss schon sagen, dass die Auswahl richtig gut getroffen war. So war es auch nicht verwunderlich, dass im Backstage viel gelacht und das ein oder andere gehopfte Getränk verinnerlicht wurde.

Den Opener machten Herzlos, die in gewohnter Manier wussten wie man die noch nicht ganz gefüllte Halle anheizt. Die Truppe um Sänger Marvin hat es echt raus mit ihrer Energie das Publikum mitzuziehen. Marvin ist übrigens der mit dem krummen Gesicht, den ihr auf unserem Selfie auf Facebook mit der Überschrift „Ketsch me if you can“ sehen könnt (Anspielung auf den Ortsnamen / Anm. d.Red). Auch die Band Wir Sind EINS ließ hier nicht abreißen und sorgte für Stimmung in der sich mehr und mehr füllenden Halle.

Da nun die Mannen von Unherz bereits die Bühne enterten, hieß es dann auch bald für uns, dass wir uns bereithalten sollten. So konnten wir einen großen Teil ihrer Show von der Seite, also von „neben der Bühne“ mitverfolgen. Nachdem sie uns sagten insgesamt nur zweimal geprobt zu haben und dann auch nur jeweils 4 Lieder, wollen wir nicht wissen wie die abgehen, wenn sie anständig proben. Aber man kennt sich ja und kann nicht immer alles ernst nehmen, was lachend bei einem leckeren Bierchen in die Runde geworfen wird.

Dann hieß es auch für uns Stagetime. Da wir wie üblich immer relativ schnell aufbauen, konnten wir auch 5 Minuten vor unserer eigentlichen Spielzeit anfangen. Das ermöglichte uns am Schluss noch eine kleine Zugabe. Los ging es mit unserem 2015er Intro, das auf den bisherigen Veranstaltungen immer für ein kleines Schmunzeln gesorgt hat. Wer es noch nicht kennt, sollte unbedingt zum Feuer & Eis Festival oder unserem Jahresabschluss kommen. Der ein oder andere Gig in diesem Jahr ist in der Pipeline. Näheres erfahrt ihr sobald alles spruchreif ist. Nach Knall, Puff, Peng mit Blitz und Rauch legten wir unsere Set aufs Brett und haben uns vermutlich gar nicht so schlecht angestellt. Dem Publikum hat es scheinbar genauso gefallen wie uns. Bei unserem Dauerbrenner „Des kleinen Mannes Sonnenschein“ haben wir nachdem wir im letzten Jahr immer mit einer Balladenversion in den Song eingestiegen sind erneut etwas frisches ausprobiert. Verraten wird hier nichts, nö. Da müsste ihr schon vorbeikommen! Als am Ende die Zugabe lautstark gefordert wurde, ließen wir uns das nicht nehmen und hauten noch „Suff von gestern“ raus. So ists halt schön!

Nach uns folgten die Hausherren von Explizit, die sich in ihrer Heimat zurecht feiern ließen. Mit ordentlich Power, Gitarren und etwas nackter Haut machten sie da weiter wo wir aufgehört hatten. Leider haben wir hier nicht viel mitbekommen, da wir unsere nassgeschwitzten Shirts von unseren Körper gepellt und unsere Instrumente im Auto verstaut hatten.

Nach einer Fluppe und einem schnellen Bierchen ging es ab Richtung Merch-Stand. Von hier aus verfolgte man dann die Performance von Berserker. Und welche Band sollte besser in diesen Abend passen als die Männer aus Berlin!? Energiegeladen und voller Spielfreude zeigte sich das Quartett. Zu den gewohnt ernsthaften und tiefgründigen Texten waren es vor allem Schröders Ansagen, die unter die Haut gingen. (Er selbst litt vor drei Jahren an Krebs). Seitdem sammelt die Band Spenden zugunsten der Kinderhilfe. Als sie den bekannten roten Eimer herumreichen ließen forderte Schröder Zitat:“Wenn ihr 20 Cent reinschmeißt, oder nur 10… scheißegal… jeder Cent zählt!“ Zurück zum musikalischen. Da der aktuelle Gitarrist Frank verhindert war, sprang der ehemalige Matze ein. Sehr zu unserer Freude, denn man hatte schon frühabends miteinender gelacht. Aber was dieser Mann ungeprobt auf der Bühne abreißt ist wirklich der Wahnsinn!

Dank unserer Freunde am Mischpult durften wir während der Umbaupause der Krawallbrüder eine15 minütige Version der Cantinaband genißen.

https://youtu.be/wbtJ60y1l4g

Spielt den selben Song nochmal! Alles klar den selben Song nochmal! Und los!!! …mit Knall und Fontänen wurde der Abend nochmal richtig durchgerockt. Die Brüder bewiesen wieder einmal warum sie da stehen wo sie momentan sind.

Nun war es an der Zeit aufzubrechen. Ab auf die Autobahn und nichts wie nach Hause in den schönen Schwarzwald. Ein sehr angenehmer und zufriedenstellender Tag nahm um 2.30 Uhr sein Ende. Wir kommen gerne wieder!

Ein großes Lob und Dank geht an die Jungs von Explizit, die dieses gelungene Ereignis iniziiert und organisiert haben, an alle Helfer und Freiwilligen, die an der Umsetzung beteiligt waren, an das Waldpiraten Camp und alle Bands die auf einen Großteil oder komplett auf ihre Gagen verzichtet haben. Aber am allerwichtigsten sind aber die Fans, die neben der Musik und ihrem eigenen Spaß auch den guten Gedanken hinter solchen Veranstaltungen ernst nehmen. Auch wir sind wieder bereit und machen uns Gedanken ähnliche Projekte zu unterstützen.

Wir sehen uns wieder!
Bis dahin! Die 5 Prolls

Setlist:
Pussy Intro
Thekenproleten
Zeiten kommen Zeiten gehen
Baggerfahrer Erika
Wir drehen durch
Alea iacta est
Trinken fetzt
Wir sind wir
Griechischer Wein
Des kleinen Mannes Sonnenschein
Zugabe: Suff von gestern

Tour-Blog: Onkelznacht Schweiz 2015

Irgendwie war doch gerade erst Waldpogo und der Sommer stand noch vor der Tür… doch die Onkelznacht Schweiz hat uns wieder gnadenlos klar gemacht, dass der Sommer in vollem Gange ist. Gleich vorweg: Bitte verzeiht uns, wenn wir unverhältnismäßig oft die Temperaturen erwähnen, aber diese Stunden haben eigentlich alles bisher erlebte in den Schatten gestellt.

Los ging’s für den Großteil um halb 12 in Villingen im Proberaum. Nachdem man erkennen musste, dass seit der G.O.N.D. die Ordnung im Proberaum nicht ernsthaft wiederhergestellt wurde, musste man konzentriert arbeiten, damit man nichts vergisst. Bevor jetzt falsche Rückschlüsse gezogen werden: DOCH, natürlich haben wir uns seit der G.O.N.D. mehrfach getroffen und auch kräftig geprobt – wie eine neue Songversion bewiesen hat, doch dazu später mehr -, aber beim Proben braucht man nicht das Gleiche Material wie bei einem Gig (z. B. Merchandise, Bühnenbanner etc.).

Also, nachdem das auf jeden Fall länger ging, als erwartet und der Proberaumlagerist Steffen noch im Urlaub war und somit nicht da war, was die Sache noch mehr verlängerte ging es nach einem kurzen Tank- und Essstopp in Richtung Grenze. Schweiz, ja ist immer etwas anderes als z. B. Österreich (Zoll und so), daher wurde etwas mehr Zeit eingeplant, sollte doch mal etwas nicht so klappen, wie man es sich wünscht.

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Nach etwas mehr als zwei Stunden waren wir dann auch schon in Aarburg angekommen und suchten uns ein schattiges Plätzchen. Das gab’s nur irgendwie nicht. Also, musste man zwangsläufig mal reingehen. Ja, rein… Indoor-Konzert! Drinnen war’s aber recht angenehm… noch. Also die ersten zwei göttlichen Radler getrunken (die waren echt herausragend gut!), doch die haben direkt eingeschlagen. Das hieß: Wasser. Viel Wasser. Nebenher wurden alle verrückten Menschen begrüßt und innerhalb kürzester Zeit waren die fünf Tage G.O.N.D. wieder Thema. Vieles hat man schon wieder verdrängt und dann kommt es wieder hervor. Herrlich.

Doch der Tag schritt voran und die erste Band stand an: ENORM aus Berlin. Geile Show und man sah ihnen schon an, wie fertig und verschwitzt sie waren. Bah… und das bei der ersten Band in einer wirklich noch angenehm temperierten Halle. Währenddessen trudelten auch Steffen und sein Begleiter Marc (GEIL, dass DU mal wieder dabei warst!) auf und man bereitete sich Backstage langsam etwas vor.

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Nach dem letzten Akkord von ENORM ging es an den Umbau und dann ging es auch schon los. Als Intro gab es mal wieder das HABEMVS ALBVM-Intro und es ging schlagartig mit den ersten Krachern (im wahrsten Sinne des Wortes) weiter. Die Musigburg füllte sich gut und, ehrlich gesagt, besser als erwartet, aber die Fans, Zuhörer, Gäste wie auch immer haben es sicher auch bemerkt, dass es drinnen angenehmer war als draußen. Das ging schon sehr gut ab. Zum „Des kleinen Mannes Sonnenschein“ gab es ein neues Intro, das auch auf Anhieb sehr gut ankam. Wir waren uns da ja nicht ganz sooo sicher.

Doch die 60 Minuten Spielzeit waren auch gleich wieder vorüber, das Bier wurde direkt wieder ausgeschwitzt und mit einem erneuten lauten Knall mit dem letzten Akkord der Zugabe war’s das für uns auf der Bühne. Es war richtig geil und wir waren echt überrascht, dass Ihr bei diesen klimatischen Bedingungen so abgegangen seid.

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Nach unserem Konzert enterten Kiedi und seine King Kongs Deoroller die Bühne, während wir draußen am Merchandise-Stand Rede und Antwort standen. Doch so familiär wie diese Veranstaltung ist, war das nicht wirklich nötig. Alle Bands waren überall unterwegs und jeder konnte mit jedem sprechen. Das geht natürlich grundsätzlich immer, nur wenn man bei größeren Veranstaltungen einfach stark räumlich getrennt ist, ist das nicht immer ganz so einfach.

Es ging hochklassig weiter mit Unantastbar und den KrawallBrüdern. Den Abschluss machten Engel in Zivil. Wir für unseren Teil haben uns die anderen Konzerte angeschaut und haben sehr viele lustige Stunden mit den Fans und Bands verbracht. War mal wieder richtig klasse. Einfach anders, als auf anderen Events.

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Die Nacht endete untypisch früh. Die Zeit dürfe wir hier nicht schreiben, denn das wäre Wasser auf die Mühlen eines Sängers einer anderen Band in komischem Leopardenanzug. Ja, nur Steffen hat uns würdig vertreten. Alle anderen gingen recht früh zu Bett. Es lag aber nicht an der fehlenden Lust oder so, sondern es waren einfach alle komplett blau. Das wollen wir jetzt aber nicht nur aufs Wetter schieben. Könnte viel mehr mit der vorzüglichen Bewirtung zusammenhängen.

Der Sonntagmorgen war dadurch auch recht entspannt, weil eigentlich jeder seine fünf bis sechs Stunden geschlafen hat. Ab unter die Dusche, dann zum Frühstück, dass auch ganz gut war. Dann hieß es warten… aber auch halb so wild, es war ja nicht warm oder so (31°C morgens um 10) 😀 Dann ging es tatsächlich los und wir fuhren wieder Richtung Heimat. Das ging noch reibungsloser als bei der Hinfahrt und wir waren bereits vor 13 Uhr wieder am Proberaum. Ausgeladen und ab nachhause bzw. zu direkt anschließenden Veranstaltungen.

Ja, es war echt eine heiße Veranstaltung. Es war mal wieder richtig geil. Wir wollen in erster Linie natürlich Ronald und seinem Team von der Onkelznacht Schweiz danken, dass sie dieses tolle Fest jedes Jahr veranstalten. Wir sind natürlich gerne wieder dabei!
Vielen Dank an alle, die diese Veranstaltung wieder zu der gemacht haben, die es war. Es war einfach geil. PUNKT!

Bis zum nächsten Mal! HOPP SCHWIIZ!


 

Setlist:

01. Intro
02. Thekenproleten
03. Zeiten kommen, Zeiten gehen
04. Baggerfahrer Erika
05. Arschloch
06. Alea Iacta Est
07. Kein Bier im Paradies
08. Mein Mitleid für dich
09. Gequälte Seele
10. Griechischer Wein
11. Suff von gestern
12. Trinken fetzt
13. Wir sind wir
14. Des kleinen Mannes Sonnenschein

15. Mädchen

20150808

Tour-Blog: G.O.N.D. 2015

Ach ja, es ist wieder an der Zeit, einen Konzertbericht über die diesjährige G.O.N.D. zu verfassen. Und auch wenn es direkt noch am Sonntag gemacht wird, fällt es sehr schwer, die ganzen Eindrücke und Erlebnisse vollständig zu bündeln und irgendwie in Schriftform wiederzugeben. Ein Versuch ist es dennoch allemal wert:

Richtig los für uns ging es bereits am Dienstagabend. Nach einer letzten Probe wurde der Bus abgeholt und alles aus dem Proberaum verladen. Nach sehr wenig Schlaf begann für uns dann die „große Reise“ laut den Feisten Räubern von F.U.C.K. am Mittwochmorgen um 5 Uhr. Nachdem alle eingesammelt wurden ging es mehr oder weniger zügig über die A81 und A6 gen Osten, um bereits um 10 Uhr auf dem Gut Matheshof in Kreuth aufzuschlagen. So früh waren selbst wir noch nie da. Und wir waren tatsächlich die erste Band. Da hat man dann schon eine Ausrede, weshalb so ein Festival für uns ja viel härter war als für andere 😀

Nach den ersten Bierchen und fragwürdigen Schnäpsen von I will Piercings kamen die KrawallBrüder und wir konnten das große Merchzelt, welches von diesen immer organisiert wird, beziehen. Dies nahm sehr viel Zeit in Anspruch, da wir – wie Ihr eventuell gesehen habt – alles etwas größer aufgezogen haben. Foiernacht, Exituz und wir hatten einen großen, zusammenhängenden Stand. Am Donnerstag gesellten sich dann noch die Bonkers dazu.

Als der Aufbau beendet war, kam der gemütliche Teil. Zumindest für eine Weile, doch nachdem Stainless Steel und die Goitzsche Front noch ankamen und definitiv zu wenig Platz hatten, mussten wir unseren ganzen Verlag nochmal abbauen und um knapp anderthalb Meter versetzen. Was ein Scheiß… aber im Endeffekt haben wir das gerne gemacht, denn alle Bands haben ein Recht auf ihren Platz. Deshalb redet man miteinander. Mit dieser Einstellung fährt man ganz gut^^ Der Mittwoch endete dann am Donnerstagmorgen um ca. 3 Uhr, jedoch – zumindest für die Meisten von uns – deutlich nüchterner als in einigen der vergangenen Jahre.

Donnerstag, 9. Juli 2015

Es geht los… nachdem man wenige Stunden vorher noch das Bild des komplett leeren Geländes vor Augen hatte, war es jetzt dicht besiedelt. Auch die Mega-Anlagen, die die Camper gefühlt vor ihren Zelten aufbauen, um den ganzen Zeltplatz zu beschallen, taten schon ihren Dienst. Nach einer schönen Dusche und einem Gang über den Zeltplatz öffnete auch schon das Merchzelt seine Pforten oder ähm eher Planen. Ein paar von uns gingen derweil in die Festhalle zur Nebenbühne und schauten sich die ersten Bands an.

Insgesamt jedoch verbrachten wir den Großteil der Zeit auch außerhalb von unseren Schichten in dem bzw. um das Merch-Zelt herum, da man hier einfach so viele Menschen antreffen konnte. Selbst der Versuch, mal wegzugehen, scheiterte wenige Meter später, weil wieder ein bekanntes Gesicht vor einem Stand. Erst ein etwas größerer Regenschauer ließ den Menschenstrom in der Händlermeile abreißen. Wir hatten schon wieder die Bilder aus dem letzten Jahr im Kopf, als die Händlermeile so matschig war, dass man Rindenmulch streuen musste. Doch nach Wochen ohne ernsthaften Regen ging das Wasser in den Boden, wie ein heißes Messer durch Butter. Nach dem Schauer war es im Prinzip direkt wieder trocken und man merkte nichts mehr davon.

Und so verging der Nachmittag und frühe Abend wie im Flug. Neben Penis-Wasserspritzpistolen und sonstigen komischen Sachen, die man bei den verschiedenen Händlern kaufen konnte, erfreute man sich größtenteils einfach an der Tatsache, dass die geilsten Tage des Jahres angebrochen sind und die Warterei der vergangenen Monate ein Ende hatte. Immer wieder hat man im Vorfeld der G.O.N.D. gehört, dass die Veranstaltung ausgelutscht sei, dass das Line-Up nicht mehr gut wäre, dass die G.O.N.D. nach dem Comeback der Onkelz überflüssig sei. Doch wer diese Behauptungen tätigt, der kann längere Zeit oder sogar noch nie da gewesen sein. Die G.O.N.D. lebt neben den Konzerten, die allesamt klasse waren, von dem Drumherum, dass es SO in dieser Musikszene nirgends gibt. Deshalb raten wir allen, kommt doch einfach mal wieder auf die G.O.N.D. Danach könnt Ihr Euch immer noch entscheiden, ob sie überflüssig ist und falls Ihr meint ja, dann wisst Ihr es aber auch sicher. Wir für unseren Teil kommen gerne wieder. So, genug gefaselt. Weiter im Programm…

Das Abendprogramm auf der Hauptbühne versprach Extraklasse und begann mit F.U.C.K. Spätestens seit der Veröffentlichung des Songs „Feister Räuber“ 2011, welcher sich zu DER G.O.N.D.-Hymne entwickelt hat, haben F.U.C.K. absoluten Sonderstatus, was durch die Fast-Headliner-Spielzeit völlig zurecht bestätigt wird. Das wir wieder ein Auftritt, der seines Gleichen sucht. Wir urteilen aus Fairnessgründen und wegen der Gefahr, subjektive Eindrücke zu verbreiten, die andere nicht teilen, normalerweise nicht über andere Bands, aber hier machen wir mal eine Ausnahme. Und wir glauben kaum, dass daran jemand zweifelt. Es folgten die KrawallBrüder die mit ordentlich Feuer und Krach den Boden zum Beben brachten. Den Abschluss machte mit Stainless Steel natürlich eine Onkelz-Coverband.

Somit neigte sich auch der Freitag dem Ende zu und man verbrachte den späten Abend im Backstage-Bereich am Tresen. Da war es nämlich sehr lustig, denn Kiedi von der G.O.N.D. hatte die Idee, man könnte ja diverse FICKEN trinken. In diesem Zuge haben wir dann auch den Besitzer, Gründer, Chef von FICKEN kennengelernt. Diese Truppe zog dann weiter zum FICKEN-Stand. War ja noch nicht genug… musste ja unbedingt sein 😀 Egal, auf jeden Fall ging es da dann in erhöhter Schlagzahl weiter, bevor es dann in die Aftershow-Halle ging.

In der Aftershow-Halle war etwas besonderes geplant: Keine Band, sondern ein DJ-Battle zwischen dem AGF-Radio und dem Krawallradio. Das heißt, jeder DJ bzw. Moderator spielte ein paar Songs, danach folgte Songs des andere Radios usw. Am Anfang fragte man sich schon, was das genau für einen Sinn hat, es hat aber gezeigt, dass sich die Radios gegenseitig immer in den Schatten stellen wollten, weshalb songtechnisch ein Brett nach dem anderen folgte. Nichts mit Balladen oder hoch intellektuellen Songs, sondern Party pur. Richtig geile Idee und für uns als Gäste dieser Veranstaltung absolut gelungen.

Bis halb vier ging dieses Spektakel und die Halle wurde von den Securities recht zügig geräumt. Wir durften drin bleiben und knallten noch einige Getränke gemeinsam mit unseren Freunden von Blackout. Was da sonst noch passiert ist, lassen wir mal lieber im Verborgenen, denn die Erinnerung daran lässt eine lückenlose Aufklärung nicht zu. Wann auch immer genau diese Nacht geendet hat, weiß niemand, es war auf jeden Fall schon wieder hell.

Freitag, 10. Juli 2015

Dadurch, dass es schon wieder hell war, war die Schlafenszeit im Zelt – ja, wir zelten auch – mehr als überschaubar, da es ekelhaft warm darin wurde. Nachdem man kurz am Merch war, verschlug es einen Teil schon wieder zur Nebenbühne. Keine vier Stunden nachdem wir sie verlassen hatten. Lässt man sich das mal auf der Zunge zergehen, fragt man sich schon, ob man noch alle Latten am Zaun hat. Aber egal, die Männer von Blackout mussten ja auch schon wieder ihren Dienst tun. Deshalb Solidarität!

Wir erlebten das allerletzte Konzert von SGeht bevor unsere Freunde von Foiernacht die Bühne betraten. Auch Basti hat wieder bei einem Song mitgesungen. Spätestens jetzt und nach den ersten Radlern (bevor Kritik kommt: wir spielten ja am Freitag noch) waren die Nachwehen des vergangenen Tags verflogen.

Doch so langsam mussten wir unseren Auftritt vorbereiten. Nachdem uns Exituz dankenswerter Weise mit dem Transport der Instrumente geholfen hat, hatten wir bereits vor deren Auftritt um 13.45 Uhr alles hinter der Hauptbühne und konnten völlig entspannt die Auftritte vor uns anschauen. Um 15 Uhr wurde es dann hektisch: Alles rauf auf die Bühne, so schnell wie es nur geht. Irgendwie wollten wir die ein oder andere Minute beim Aufbau rausholen, damit wir etwas früher beginnen könnten, um so etwas mehr Zeit zu haben, denn Überziehen gibt’s auf der G.O.N.D. völlig zurecht nicht! Es wäre auch gelungen, wenn Steffens Bass nicht gestreikt hätte. Die Behebung des Problems war zwar nicht schwerwiegend, aber es dauerte eben genau diese paar Minuten.

Egal, um 15.13 Uhr begann das Intro und genau um 15.15 Uhr ertönte der erste Song. Ach war das geil, nach zwei Jahren Aftershow, die wirklich auch richtig fett waren, mal wieder auf der Hauptbühne zu rocken. Beides hat absolut seinen eigenen Charme, doch ist die Hauptbühne allein schon von der Größe eine ganz andere Dimension. Auch das Infield füllte sich stetig während dem Auftritt, nachdem am Anfang die Zahl der Leute noch etwas überschaubarer war. Vor allem „Des kleinen Mannes Sonnenschein“ fetzte halt wieder gnadenlos. Wir denken, es ist nicht übertrieben, wenn man sagt, dass dies unser mit Abstand bekanntester Song ist. Die Mitsingquote war atemberaubend. Richtig geil! Mehr muss man zu dem Auftritt gar nicht sagen, denn das alles in Worte zu fassen, ist erstens sehr schwer und zweitens bringt das im Prinzip niemandem was. Man muss einfach dabei gewesen sein.

Am Ende gab es doch tatsächlich noch die Zugabe, mit der wir ehrlich gesagt aus Zeit gründen nicht gerechnet haben, aber es hat tatsächlich gereicht und pünktlich um 16.00 Uhr war Schluss. Schnell abbauen, alles bei Exituz im Bus verladen und zurück zum Merch. Dort angekommen wieder alles ausladen und im eigenen Bus einladen. Scheißdreck 😀 Am Merch war dann „Meet & Greet“. In unserem Fall eigentlich sinnlos, da sowieso die meiste Zeit fast alle am Stand sind, doch hatten in diesen zwei Stunden alle die Pflicht da zu sein. Neben unzähligen Bildern gab es auch sehr positives Feedback zum Konzert, was uns natürlich sehr freute und unseren eigenen Eindruck vom Gig bestätigte.

In der Aftershow-Halle war am heutigen Tag wieder Live-Muisk von ZeitGeist. Und als wäre das alles nicht schon genug gewesen, blieb man wieder bis nach Hallenräumung und wieder war es hell, bis man im Zelt war. Man hat ja mal wieder nichts aus der vorherigen Nacht gelernt. Immer das Gleiche.

Samstag, 11. Juli 2015

Auch der Samstag begann parallel zum Freitag. Schon vor Zehn war man in der Festhalle und schaute sich die ersten Bands an. Am Nachmittag war wieder Merchandise-Zelt angesagt, wo sich der Kühlschrank rekordverdächtig leerte. Da fragt man sich schon manchmal, wie es eigentlich sein kann, dass nach den vergangenen drei oder sogar vier Tagen, die wir schon in den Beinen haben, der Bierkonsum nochmal exponentiell ansteigt und das obwohl die Mischbiere, die ja gerne tagsüber bevorzugt waren, schon leer waren. Auch waren Astra und 5,0 am Ende und die präsente Biermarke war Ratskrone. Bah, da wird’s einem beim Schreiben ja schon wieder ganz anders.

Gegen 20 Uhr fingen die meisten Bands dann an, ihren Stand abzubauen. Auch wir hatten das so geplant und machten uns ans Aufräumen. Das ging schneller als gedacht und so konnten wir zügig in Richtung Backstage-Bereich. Dort nämlich gab es noch eine Aufgabe für uns. Nachdem wir es tatsächlich verpasst haben, fast alle unserer Freigetränke nicht einzulösen, mussten wir das noch nachholen. 22 Biermarken waren übrig und nur noch zwei von uns konnten/durften/wollten trinken.

Während dem Konzert von Kevin Russell und seiner Band Veritas Maximus wurde es dann sehr voll im Backstage-Bereich. Doch der Herr Russell machte das mehr als geschickt und ist im Prinzip nicht außerhalb der Bühne in Erscheinung getreten. Völlig verständlich, denn wäre er es, hätte er wohl keinen ruhigen Moment mehr bekommen. Da können wir uns noch an andere Bands erinnern, denen es da deutlich schlimmer erging. Vielleicht wurde es aus diesem Grund dann auch wieder etwas leerer im Backstage und man hatte doch tatsächlich etwas Platz auf dem Backstage-Podest, um sich seine Show anzuschauen.

Es folgten als letzter Auftritt auf der Hauptbühne die sog. G.O.N.D. Allstars. Eröffnet mit dem Treueschwur, den alle sangen, wurden bei gleichbleibenden Musikern nach immer zwei Liedern der Sänger getauscht. Jeder Sänger hat so seine Lieblings-Onkelz-Songs vorgetragen. Neben den Sängern von Onkelzcoverbands waren auch andere wie Marcus von Enorm und Bocki von der Goitzschen Front auf der Bühne. War echt interessant und eine super Idee von den Veranstaltern. Übrigens: Während diesem Auftritt gingen unsere Biermarken aus. Ja, tatsächlich! Geisteskrank.

So, nun war aber Schicht im Schacht und alle außer dem Verfasser dieser Zeilen gingen in ihr Schlafgemach. Ich in dem Fall besuchte erneut die Aftershow-Halle, verbrasste mein letztes Geld und ging – wie kann es anders sein – als es schon wieder hell war in mein Zelt zurück.

Sonntag, 12. Juli 2015

Nach wenigen Stunden Schlaf trafen wir uns bereits gegen 9 Uhr am Merchandise-Zelt und räumten unseren letzten Rest auf, kehrten durch und verluden unseren Kühlschrank. Unser Dosenpfand im Wert von ca. 100 Euro wurde entwendet. Da aber zwei in unserem Bus geschlafen haben, konnten wir diese Beutel darin nicht lagern. Naja, wir hoffen, dass sie ein eifriger Pfandsammler bekommen hat und sich darüber freut :)

Irgendwann zwischen Zehn und halb elf fuhren wir dann vom Gelände und reihten uns in den alljährlichen Stau zur Hauptstraße ein. Auch hier trafen wir immer noch Bekannte, die herumliefen und so konnte man sich doch noch von ein paar Leuten verabschieden. Das ist der einzige Nachteil der G.O.N.D. Die Verabschiedungen finden in der Regel nicht statt, da sich einfach die ganze Masse zerstreut.

Nachdem das überwunden war, ging es auf die A6 in Richtung Heimat. Natürlich besuchte man wieder das erste Fastfood-Restaurant das folgte. Eigentlich nicht erwähnenswert, doch was wir da erlebten, darf nicht unter den Tisch gekehrt werden 😀 Natürlich war es noch nicht halb 12 und es gab noch Frühstück im Lokal mit dem großen M. Naja, ganz toll. Egal, also in die Schlange, die eigentlich nur aus G.O.N.D.-Besuchern bestand, eingereiht und gewartet. Dann bestellt und einen Zettel mit einer Nummer bekommen. Das scheint ein neues System dort zu sein. Naja, schau mer mal. Von der Bestellung bis zum Erhalt der Ware vergingen 23 (!) Minuten. In dieser Zeit wurden sogar schon die Angebotstafeln von Frühstück in Mittagessen getauscht (grrrr!). Fastfood und so… Diese Filiale wird in alle Ewigkeit boykottiert 😀 Das einzig Schöne war, dass andere Menschen genau so fertig aussahen wie wir und wir dadurch nicht weiter aufgefallen sind.

Egal, Mund abgewischt und heimwärts. Die Fahrt zog sich, trotzdem ging es zügig und ohne Verzögerungen voran. Naja, fast. Bis kurz vor der Heimat. 7 km Stau. Geil. Aber auch der war irgendwann überwunden und die Heimat rückte näher. Angekommen am Proberaum wurde alles ausgeladen, danach der Bus geputzt und ab in die Falle. Wann das genau war, entzieht sich unserer Kenntnis.

 

Wie dem auch sei… G.O.N.D. 2015: Es war uns mal wieder eine große Ehre. Es war einfach grandios. Wie immer an dieser Stelle müssen Worte des Dankes angesprochen werden:

Natürlich als erstes bedanken wir uns bei Kiedi, Timo und dem ganzen Team der G.O.N.D. für die Einladung und die perfekte Organisation dieser tollen Veranstaltung! Wir freuen uns auf nächstes Jahr, getreu dem Motto „Jetzt erst Recht“!

Danke an…
– alle anderen Bands, mit denen wir so viele lustige Stunden verbringen durften,
– die KrawallBrüder für die Organisation des Merchandise-Zeltes, sowie dem Leihen der Leiter,
– unsere Nachbarn im Merch-Zelt Foiernacht, Exituz und die Bonkers,
– alle Fans, die mit uns geredet haben und unseren Gig besucht haben,
– das AGF-Radio, das DasROCKT!-Magazin und alle anderen Institutionen rund um die G.O.N.D.,
– Fred, Mikey, Domi und Tobi von Blackout,
– I Will Piercings für die vielen netten Stunden, auch wenn Ihr unsere tolle Party-CD nicht mochtet,
– und einfach allen, die diese Veranstaltung zu der machen, die sie ist.

Bis nächstes Jahr!

Setlist:

01. Intro
02. Thekenproleten
03. Zeiten kommen, Zeiten gehen
04. Baggerfahrer Erika
05. In die Hölle und zurück
06. Keine ist wie Du
07. Paradies
08. Griechischer Wein
09. Wir sind Wir
10. Bomberpilot
11. Des kleinen Mannes Sonnenschein
12. Wir drehen durch

13. Alea iacta est

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Tour-Blog: Waldpogo 2015

Waldpogo… Ein Wort, eine Mission.
Für uns als Band, aber auch für uns als Veranstalter. Und besonders in diesem Jahr zum Siegen ääh (wir sind ja nicht beim Fußball) zum Spielen verdammt. Sowohl den Fans, als auch uns selber, waren wir den Gig vom vergangenen Jahr schuldig, den uns gewissen Instanzen, die uns überlegen sind, damals verwehrt haben.

Wir schreiben Samstag, den 13. Juni im Jahre 2015 anno domini. Gegen 9 Uhr trafen die ersten vom Hattinger SV, der Band und der Technik auf dem legendären Grün in Hattingen bei Tuttlingen im Süden der Republik ein. Selten war die Begrüßungszeremonie so sachbezogen und kurz. Direkt ging es an die Arbeit. Die Bühne wurde ausgerichtet und aufgebaut, unzählige Kabel verlegt, Bauzäune und Absperrungen gesteckt, Zelte aufgebaut und mit ordentlich Kühlequipment und Bier bestückt. Wie so ein Aufbau eben läuft, nur mit einem Unterschied. Es lief. Neben dem dank der Sonne reichlich triefenden Schweiß, auch der Aufbau. Es lief fast schon zu perfekt… da muss doch was schief gehen. Oder?

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Vorerst egal! Gegen 17 Uhr war dann alles soweit aufgebaut, der Soundcheck durchgeführt und so konnten nach einer kalten Dusche pünktlich um 18 Uhr die Tore geöffnet werden. Die Fläche füllte sich schon ganz ordentlich, als um 19 Uhr Escaping Shades zu ihren allerersten Konzert auf die Bühne kamen. Eigene rockige Musik mit englischen Texten, dabei eine exzellente Beherrschung der Instrumente. Für ein erstes Konzert gibt es nichts zu beanstanden und wir freuen uns, was von den Jungs in Zukunft noch kommt.

Während dem Konzert wurde es dann hektisch im Backstagezelt, denn Foiernacht trudelten ein. Keine Minute blieb die Kühlschranktür am Stück zu, so wurde der schäumende Gerstensaft inhaliert. Gut drauf wie immer, enterten Foiernacht dann pünktlichst um 20 Uhr die Hattinger Bühne, die nochmals deutlich größer und technisch besser ausgestattet war als die im letzten Jahr. Neben diversen Klassikern hatten Seppo und Co. auch Songs von der neuen Split-CD mit den Thekenproleten „Wir drehen durch“ in ihrem Repertoire. Das erste Mal richtig voll und tanzwütig wurde es bei der Foiernacht-Version von „Des kleinen Mannes Sonnenschein“. Der Gig ging locker flockig und viel zu schnell vorüber, weshalb die vier Südtiroler auch ein paar Minuten überziehen mussten. Doch laut unserem neuen Stage-Manager Niklas „kein Problem“. Da hatte er natürlich Recht! Und so wurde es nach über einer Stunde fast gespenstischer Ruhe im Backstagezelt wieder lauter und trinkfreudiger.

Mit leichter Verspätung starteten dann gegen 21.30 Uhr die drei Mannen der Nitrogods. Für uns als Veranstalter natürlich ein interessantes Experiment. Eine Band, die ehrlich gesagt nicht so viel mit der üblichen Stilrichtung zu tun hat, die es sonst immer bei uns so gab. Nach den Kentucky Boys im letzten Jahr waren die Nitrogods eben das große Experiment in diesem. Aber der Erfolg sprach für sich. Obwohl (leider) kaum Nitrogods-Fans zu sichten waren (verzeiht mir bitte, falls ich mich täusche), wurde deren Musik sehr gut angenommen und die Begründung warum „der Schwob“ auf Englisch singt, brachte das letzte Eis zum Schmelzen. Ein exzellenter Auftritt ohne jeglichen Fehler und dennoch nicht stur von einem Plan, sondern kurzweilig und brachial. Das war mal was! Der anschließende Spaß in den gemeinsam verbrachten Stunden kommt noch hinzu. Wir hoffen sehr, dass sich unsere Wege mal wieder kreuzen!

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Nachdem noch einiges umgebaut werden musste, wurde es dann dunkel vor der Hattinger Bühne. Mit ca. einer viertel Stunde Verspätung wurde das Thekenproleten-Intro abgespielt. Intros… ja. Für manche steht oder fällt schon hier der komplette Gig. Mit einem komplett neuen Intro im Gepäck erntete man die ersten Lacher und so ging es mit einen lauten Knall in den erste Song. Erstmals waren auch über das komplette Konzert von über anderthalb Stunden dauerhaft vier Flame-Jets im Einsatz, die sowohl auf der Bühne, als auch davor eine kuschlige Wärme versprühten.
Mit einem typischen Mix aus aktuellen, alten und jetzt eben auch ganz neuen Songs schritt die Zeit voran. Vor der Bühne war es voll, wie den ganzen bisherigen Abend zu keiner Zeit, kleine Pogo-Kreise bildeten sich. Und allerspätestens bei „Wir drehen durch“ drehten die Fans auch wirklich komplett durch. Scheiße, das hätten wir echt nicht gedacht, dass der Song live SO abgeht. Vielen Dank!

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Um 0 Uhr feierte unser Gitarrist Niklas zweiten (Standesamt) und ersten (kirchlich) Hochzeitstag und hat sogar einen Song für Tanja vorbereitet gehabt. Fino unterstützte ihn ungeprobt noch etwas, zudem ein paar romantische Flammen und schon war der Gänsehautmoment perfekt. Glückwunsch Euch zwei!

Nach über 20 Songs plus Niklas‘ Song war es bereits deutlich nach Mitternacht und wir beendeten das Spektakel, wo wir wohl noch bis am nächsten Morgen hätten weiterspielen können, mit der Originalversion von „Des kleinen Mannes Sonnenschein“. Doch es war ja nicht genug. Die Fans forderten eine Zugabe, gegen die natürlich niemand etwas hatte, weil es einfach so abartig Bock machte am heutigen Abend. „Mädchen“ läutete diese ein und „Alea iacta est“ beendete den Waldpogo 2015 erneut mit einem brachialen Schlag. Was ein Konzert!

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Der Abend endete mit dem gemeinsamen Reden, Trinken, Quatsch machen. Naja nicht ganz. Unsere Techniker Tobi und Domi mussten nachts noch heim. Also alles von der Bühne runter und alles wieder in Anhängerform bringen. Das Wetter hat uns den ganzen Tag herrlichen Sonnenschein und vor allem keinen Regen beschert, obwohl es in den Nachbarorten teilweise stark gewitterte, doch beim Abbau hat’s dann losgelegt. Und wie. Alle waren Nass bis auf die Unterhose. Aber egal… gegen halb 5 war dann alles grob abgebaut und es konnte in Richtung Bett gehen.

Der Morgen danach war gefühlt sehr gut und startete mit einem erstklassigen Frühstück in der Hauserei. Bei herrlichen Geschichten von anno dazumal und auch dem vorhergegangenen Abend wurde fürstlich gespeist.
Nach dem Abschied von den Nitrogods ging es zurück zum Sportplatz und es wurde weiter abgebaut. Das zog sich nochmals bis halb 5 am Sonntag Nachmittag und alle durften heim. An dieser Stelle ganz besonderen Dank an Niklas für alles was er organisiert hat und das obwohl er Hochzeitstag hatte. Also…ähm… danke Niklas fürs Organisieren, aber danke Tanja, dass du ihn entbehrt hast. Die nächste Runde geht auf uns!

Was ein Waldpogo. Was eine Antwort auf den Scheißdreck letztes Jahr! So muss das und genau so wird das weitergehen. Waldpogo 2016 kommt!

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VIELEN DANK an…
– alle Besucher, ohne Euch wäre dieses Fest weder finanzierbar, noch würde es Spaß machen,
– Escaping Shades, Foiernacht und Nitrogods für Eure Konzerte bei uns,
– den Hattinger SV um Thomas und Bernd, die das alles so perfekt organisieren und uns so viel helfen, ohne Euch ginge sowieso gar nix,
– Tobi und Domi von Blackout Sound für die exzellente und spaßige Betreuung und Hilfe,
– der Familie Hauser für alle Utensilien, die Ihr uns zur Verfügung gestellt habt,
– dem Musikverein Hattingen für den Anhänger,
– den Pfadfindern Hattingen für das Zelt,
– allen Helfern am Merch, an der Kasse, im Backstage und überall sonst noch,
– Matthias für die zwei genialen Kuchen, waren saugut und sahen super aus,
– alle, die ich jetzt vergessen habe :-*

Bis nächstes Jahr und Glückwunsch an alle Gewinner unserer Los-Aktion :)

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Setlist:

01. Intro 2015
02. Thekenproleten
03. Zeiten kommen, Zeiten gehen
04. Baggerfahrer Erika
05. Komm schon Junge
06. Arschloch
07. In die Hölle und zurück
08. Kein Bier im Paradies
09. Wir drehen durch
10. Kopf hoch
11. Mein Mitleid für dich
12. Aus einem Blut
13. Ich und Du
14. Ein Kompliment (Niklas)
15. Gequälte Seele
16. Griechischer Wein
17. Suff von gestern
18. Trinken fetzt
19. Stück für Stück
20. Biervampier
21. Wir sind Wir
22. Des kleinen Mannes Sonnenschein

23. Mädchen
24. Alea iacta est

Jahresabschluss 2014

Das war’s… das Jahr 2014 ist auch schon wieder vorbei. Hinter uns liegen eine schöne Frühjahrstour, ein genialer Sommer und eine kleine Tour im Herbst mit dem Schlusshighlight Feuer & Eis. Doch bis zum nächsten Frühjahr ist es noch lang hin, also dachten wir uns, wir machen mal wieder etwas ganz kuschliges: GOAßAHEMML SCHÖMBERG!

Als wir das letzte Mal hier waren, da gab es die Band knapp anderthalb Jahre, Niklas war noch hinterm Horizont und es gab nur „Wir sind Wir“ und „Ohne dich“. Fünf Jahre, 7 Monate und 11 Tage später kehren wir zurück. Natürlich könnte man einen deutlich größeren Rahmen für dieses Konzert wählen, doch das wollen wir dieses Mal gar nicht. Es soll was ganz exklusives werden, ohne Bühne, ohne Zaun, ohne viel Schnick-Schnack. Instrumente, Band, Boxen, Bier und ab geht’s!

Deshalb: Samstag, 20. Dezember 2014 im Goaßahemml in Schömberg.

Wer letztes Mal dabei war oder die Location kennt, weiß, wie viel Platz es gibt. Wir haben uns dennoch gegen einen Ticketvorverkauf entschieden. Die Tür öffnet um 18 Uhr. Ab da ist dann jeder für sich selbst verantwortlich. Wir werden keinerlei Gästelisten oder ähnliches anbieten. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Wenn voll ist, ist voll. Wir wollen damit niemanden erschrecken, wir wollen niemanden von vorneherein darum beten, doch bitte zuhause zu bleiben. Nein. Kommt einfach nicht zu spät.

Feiert noch einmal im Jahr 2014 und vor der Fasnachtspause einmal noch richtig ab! Wir freuen uns!

Tour-Blog: Alsfeld

Das dritte und letzte Konzert der kleinen Herbst-Tour stand am Samstag, den 25. Oktober 2014 an. Und wo geht’s hin? Zu keinem geringeren Event als dem Feuer & Eis Festival vom AGF-Radio. Wenn man die Historie betrachtet und wie und warum dieses Festival entstanden ist, verbinden wir sicher mehr mit diesem Event, als jede andere Band. Und so konnten wir bei der sechsten Auflage nach der Pause im vergangenen Jahr zum fünften Mal die Planken betreten.

Nach dem Umzug 2013 von Adelsheim nach Alsfeld mussten wir erstmals einen längeren Weg auf uns nehmen und so ging es bereits um kurz vor 7 am Proberaum los. Der 9er wurde (zum Glück) schon am Vortag beladen und so konnten Steffen und Homer den Rest der Band in Marbach treffen. Kurz noch eine Zigarette und ab geht’s. Doch was war das? Es gab kein Bier im Bus. Da sich jeder beim Biereinkauf auf den anderen Verlassen hat, gab es keins. Ein Riesenskandal und in der Bandgeschichte einzigartig. Die Läden hatte um die Uhrzeit auch noch nicht auf, also fuhr die trockene Baustelle erstmal los. Da man Paddy noch in Empfingen getroffen hat, deckte man sich dort an der Tanke mit ordentlich Bier und Leberkässemmeln ein.

Es sollte nicht lange dauern, da mussten die ersten schon wieder Wasserlassen und ihren Nikotinhaushalt auf Vordermann bringen – im Bus herrscht Rauchverbot. Trotzdem ging es dank der dankbaren Verkehrslage zügig weiter und kaum hat man sich versehen, war man schon am Frankfurter Flughafen und einen Steinwurf von der Destination entfernt.

In Alsfeld angekommen begrüßte man alle bekannten Gesichter. Diese Prozedur zieht sich jedoch bei solchen Veranstaltungen und der Aufbau unseres Merchandise-Standes verzögerte sich, was jedoch nicht weiter schlimm war, da der Einlass sowieso noch nicht geöffnet war. Doch früh stellt sich raus, dass es gut war, den Merchandise-Stand nicht zu vernachlässigen. Bereits lang vor unserem Auftritt waren ALLE (!) Baggerfahrer Erika-Warnwesten, die wir zur GOND produzierten, AUSVERKAUFT. Krass! Was war das denn bitte? Klar, es gibt Veranstaltungen wo man gewisse Artikel mehr, andere weniger verkauft. Die Erwartung war die, dass man ein paar der Warnwesten los wird, dass wir jedoch unzählige weitere potentiellen Käufer auf die Nachproduktion und den Online-Shop vertrösten mussten, tat uns sehr Leid.

Da das Merch-Zelt außerhalb der Halle war, bekam man von den Bands, die drinnen aufspielten, leider gar nichts mit, daher können wir an dieser Stelle zu den anderen Bands nichts sagen. Doch musste man zur Backstage-Bar immer durch die komplette Halle laufen und hat doch den ein oder anderen Eindruck der Stimmung bekommen. Die war zu früher Stunde äußerst gut. Da dachte wir schon, dass das sehr gut wird. Was dann jedoch um 16.25 Uhr, als wir die Bühne betraten, geschah, war krass. Vom ersten bis zum letzten Lied ein Wahnsinnssupport. Die Halle sehr gut gefüllt, dazu eine Textsicherheit der Leute, wie wir sie selten sehen. Klar, das Feuer & Eis Festival ist DAS Szene-Festival. Wenn hier niemand textsicher ist, dann nirgends. Trotzdem geil! Um die Uhrzeit!

Natürlich kommt auch hinzu, dass man bei 45 Spielzeit die Setlist ausschließlich mit – unserer Meinung nach – Krachern spickt. Volle Kanne war das Motto. Ruhige Songs, Songs zu denen man nicht abfeiern kann, braucht HIER niemand. Es muss schieben, es muss krachen, es muss fetzen. Und das hat es. Dank dem guten Sound von Fred und Konsorten von Blackout-Sound bekam das Publikum auch genau das, was wir wollten. Dass man kurzfristig den Einsatz von Pyrotechnik untersagen musste, war schade, aber hat sicher zu keinem Stimmungsabfall geführt. Geil! Vielen Dank schon mal!

Der weitere Abend bzw. es war ja noch Nachmittag, verlief sehr feucht. Die meiste Zeit wurde am Merch verbracht und es war ausgelassen lustig. So wie man sich das vorstellt. Nachdem der ein oder andere der Band den Umgang mit dem Alkohol bis zum Verlust der Muttersprache getrieben hat, ist bei solchen Festivals, an dem der Tag irgendwie immer länger als kürzer wird, normal und einkalkuliert. Die Frage im Vorfeld ist nur immer, wen es dieses Mal trifft, wobei die Quoten bei manchen deutlich niedriger sind, als bei anderen.

Einer der heftigsten Tage am Merchandise-Stand, was die Verkaufszahlen anging, bescherte uns noch ein Ausverkauf aller CDs, die wir dabei hatten. Sowohl „Ein Bisschen Proll“ als auch „HABEMVS ALBVM“ waren weg. Das heißt für uns, erst mal neue bestellen, denn im Proberaum fand man am Sonntag auch keine mehr. Uff… es war doch Monatsende Leute? Wir freuen uns aber natürlich, dass unsere Werke derartig ankommen!

Gegen 2 Uhr (alte Zeit) war dann Tutti. Die Müdigkeit gepaart mit der Besoffenheit und dem Ende der offiziellen Veranstaltung trieb uns ins Taxi zum Hotel. Vor dem Hotel eine letzte Zigarette und ab in de Kojen. Erstmal alles sacken lassen!

Dank der Zeitumstellung schenkte man uns eine Stunde mehr Schlaf und so ging es nach ca. 6 Stunden Schlaf um kurz vor 9 (neue Zeit) zum Frühstück. Das war wie immer spitze und schmeckte auch den „Verbrechern“ der vergangenen Nacht. Auch die ersten anderen Bands (KrawallBrüder, Wilde Jungs) trudelten langsam aber sicher ein und man sah in einigen Gesichtern mal wieder, dass es anderen noch beschissener geht. Irgendwie toll, aber besser geht es einem körperlich nach dieser Feststellung auch nicht wirklich.

Um ca. halb 10 ging es dann wieder auf die Autobahn gen Süden und man freute sich, dass es so reibungslos lief. Nach einer brachialen Einkehr im KFC in Ludwigsburg kam jedoch das böse Erwachen. STAU. UMLEITUNG. SCHEIßE! Fast zwei Stunden kostete uns dieser Rotz auf der A8/A81 und man kam erst um halb 4 in Villingen an. Schnell ausgeladen, Vossi den Proberaum und die tolle Hebebühne davor erstmals gezeigt, Spaß gehabt und sich verabschiedet. Geil wars.

Mit einem lachenden Auge – vor allem die Familienmenschen – und einem weinenden Auge verabschieden wir uns aus der Saison 2014. Das war ein würdiger Abschluss. Es wird – sollten keine kurzfristigen Anfragen reinkommen – noch ein kleines Konzert für unsere treusten Anhänger bei uns zuhause geben, dann verabschieden wir uns in unsere Katakomben und kehren erst zurück, wenn das neue Album sowie ein anderes Projekt steht. Das wird nach der Fasnacht/Fasnet/Karneval/Mardi Gras sein und dann geht’s wieder auf die Straßen Deutschlands und Europas!

Für dieses Mal bedanken wir uns nochmals herzlichst bei Sascha und seinem AGF-Radio für das diesjährige Festival. Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr! Danke an Fred, Mickey und das Blackout-Team, den anderen Bands, alle Gästen und besonders allen, die unseren Merchandise-Stand derart vergewaltigt haben, dass erstmal Inventur gemacht werden muss, weil der Überblick komplett verloren ging.

Auf bald!


Setlist:

01. Intro (Tour 2014)
02. Thekenproleten
03. Zeiten kommen, Zeiten gehen
04. Baggerfahrer Erika
05. Ich und Du
06. Suff von Gestern
07. Trinken fetzt
08. Wir sind Wir
09. Griechischer Wein
10. Des kleinen Mannes Sonnenschein

11. Mädchen

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